Impulse

Richten Sie sich einen Meditationsplatz ein!

Meditation lebt von Stille und Beständigkeit. Daher ist es sinnvoll, sich einen Meditationplatz an einem ruhigen, festen und möglichst störungsfreien Ort einzurichten. Gestalten Sie ihn so, dass er für Sie zu einem Ort der Achtsamkeit, inneren Sammlung oder Andacht werden kann.


Nehmen Sie eine Sitzhaltung ein, die für Sie passend ist!

Kern, Grundlage und Basis eine gelingenden Meditationspraxis ist eine korrekte Meditationshaltung. Sie muss bequem genug sein um in ihr einige Zeit darin verweilen zu können. Sie muss jedoch auch stabil und stark genug sein, um den Körper vergessen zu können und unseren wachen Präsenz zu fördern.

  • Das Wichtigste bei der Meditationshaltung ist, dass die Wirbelsäule auf natürliche Weise aufgerichtet bleibt,
    damit die Energie in der Meditation frei fließen kann.
  • Dafür ist es nicht notwendig im Lotos- oder Schneidersitz zu sitzen.
    Denken Sie immer daran, es geht darum eine Situation zu erschaffen in der Sie einen ruhigen Geist
    und einen schmerzfreien Körper haben können.
  • Sie können auf einem Bänkchen, Hocker oder einem Stuhl sitzen. Wichtig ist es nur,
    dass Ihr Becken leicht nach vorn gekippt ist damit Ihre Wirbelsäulenbiegung im unteren Rücken erhalten bleibt, keine zu großen Dehnungsspannungen im Kreuzbeinbereich entsteht und Ihr Körper über der Brust nicht zusammengesunken ist.
  • Neigen Sie das Kinn leicht damit sich auch Ihre Halswirbelsäule leicht streckt.
    Das Gesicht, der Nacken, die Schultern und Arme sollten dabei entspannt bleiben.
  • Wenn Sie auf einen Stuhl nicht frei sitzen können, nehmen Sie ein Kissen und stützen die Lordose im Bereich Ihrer Lendenwirbelsäule ab.
  • Achten Sie darauf, dass Schulter- und Hüftgelenke und der Scheitelpunkt Ihres Kopfes ungefähr in einer vertikalen Linie sind.
  • Lassen Sie zu, dass Sie über Ihre Sitzfläche, Ihr Becken, Ihre Hüften und Oberschenkel entspannt und geerdet sind,
    als würden Sie in den Stuhl oder Boden hineinsinken.
  • Legen Sie die Hände entspannt und locker auf den Oberschenkel ab, wobei die Handflächen nach oben weisen sollten.
  • Sie können die Hände auch in Ihrem Schoß ablegen, wobei dann der Rücken einer Hand in der Handfläche der anderen ruht.

Tun Sie zur Einstimmung etwas für Ihren Körper!

Nehmen Sie sich zu Beginn die Zeit um über den Atem den Köper auf das Sitzen vorzubereiten und den Geist zur Ruhe zu führen. [Siehe Bild-Beispiel] Gehen Sie vom Atem geführt in die jeweiligen Haltungen und achten Sie darauf, dass sich ihr Körper in der Einatmung angenehm kraftvolles Strecken und in der Ausatmung in eine entspannende Dehnung bewegt. Dabei sollte der Atem die Führung übernehmen und lang und fein fließen können.

Ein wichtiger Schlüssel für diese Übung ist, dass Sie sich vom Leistungsdenken lösen und eine spürende Aufmerksamkeit entwickeln, die sie in ein subtiles Körpergewahrsein und zur inneren Ruhe führt.


Entwickeln Sie für sich passende Rituale !

Rituale sind wichtig, sie können uns ein Gefühl der Geborgenheit und der Verbundenheit verleihen. Rituale können zu Ankerplätze in unserem eigenen kleinen Universum werden, denn sie geben uns auch dann noch das Gefühl der Beständigkeit, wenn sich im Außen alles rasant verändert oder Stress und emotionale Belastungen uns Sorgen bereiten. Wichtig ist nur, dass ihre Inhalte für uns passend sind.


Beziehen Sie kleine Meditationseinheiten in Ihren Alltag mit ein.

 „Jede Art Spiritualität hat ihren Ursprung zuerst im Leib“  (Benedikt v. Nursia)

Gerade in einer Zeit, in der Leitungsdruck und Stress unser Leben bestimmt, kann Integrale Meditation eines der wertvollsten Mittel sein, um sich selber wieder näherzukommen. In den Alltag integriert und eingeübt, unterstützt sie uns nicht nur darin, dass wir uns, unseren Köper und unseren Atem Schritt für Schritt wieder bewusster wahrnehmen oder unser psychomentaler Geist zur Ruhe zu führen. Sebst kleine meditativen Achtsamkeitsübungen die in einer liebevollen und wertschätzenden Grundhaltung im Alltag ausgeführt werden, befähigen uns dazu unseren Rhythmus zu ändern und im beruflichen und sozialen Alltag wieder präsenter zu sein.

Probieren Sie es aus.

 


Texte zur Inspiration

hier finden Sie eine kleine Textsammlung zum Download

„ Ziehe deine Schuhe aus. Der Ort wo du stehst ist heiliger Boden“  [Ex.3.5]